Ekzem: Ursachen, typische Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Von Autor: Thomas Fellhofer
19. Februar 2025

Schuppige Kopfhaut, Rötungen an Händen und Füßen oder Juckreiz nach Kontakt mit einem scheinbar harmlosen Stoff – ein Ekzem kann sich auf vielfältige Weise zeigen. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff, was kann ein Ekzem auslösen und wie äußert es sich? Was ist die Verbindung zwischen einem Ekzem und Neurodermitis? Und die wohl wichtigste Frage: Wie kann man ein Ekzem behandeln?

Was ist ein Ekzem?

Der Begriff „Ekzem“ umfasst eine Gruppe verschiedener entzündlicher Hauterkrankungen mit unterschiedlichen Erscheinungsformen. Die verschiedenen Ekzem-Arten werden anhand ihrer Ursache, ihres Aussehens oder des Ortes, an dem sie auftreten, unterschieden. Um die genaue Form eines Ekzems zu bestimmen, sind eine gründliche Untersuchung der Haut und weitere Anamneseschritte notwendig. Nur durch eine umfassende Befragung der Betroffenen, insbesondere in Bezug auf ihre Lebensgewohnheiten, ihren Beruf und das Auftreten der Symptome, kann eine gesicherte ärztliche Diagnose gestellt werden.

Ekzem: Bläschen, Jucken und weitere Symptome

Trotz der vielen verschiedenen Auslöser haben die unterschiedlichen Ekzem-Arten eines gemeinsam – sie gehen meist mit den gleichen, oft sehr unangenehmen Symptomen einher. Diese lassen sich in zwei Phasen unterteilen. 

In der akuten Ekzem-Phase treten vor allem folgende Symptome auf:

  • Die Haut ist stark gerötet. 
  • Es bilden sich Bläschen, Knötchen und Krusten. 
  • Das Ekzem juckt. 
  • Die Haut kann nässen oder Wasser einlagern. 
  • Durch Kratzen können kleine, blutende Wunden entstehen.

Wird das Ekzem chronisch, zeigen sich folgende Hautveränderungen:

  • Es kommt zur Bildung von Schuppen. 
  • Die Haut verdickt sich. 
  • Die sehr trockene Haut kann rissig werden. 
  • Die Struktur der Haut wird gröber und lederartig.

Woher kommt ein Ekzem und welche Arten gibt es?

Die Ursachen für Ekzeme sind vielfältig – von Allergien über genetische Faktoren bis hin zu Stress können viele Faktoren die Entstehung eines Ekzems begünstigen.

Ekzem-Arten nach Entstehung

Der bekannteste Vertreter dieser Hauterkrankungen ist die Neurodermitis (atopisches Ekzem). Es handelt sich um eine chronische Erkrankung mit akuten Schüben, deren genaue Entstehung unklar ist. Ähnlich verhält es sich mit dem seborrhoischen Ekzem, das vor allem auf der Kopfhaut auftritt. Im Gegensatz dazu kommen Kontaktekzeme eher akut vor und werden von einem äußeren Faktor ausgelöst. Das können sowohl Allergene als auch hautirritierende Stoffe wie Säuren sein. Auch andere Hautkrankheiten wie Schuppenflechte oder Rosazea können mit Ekzemen einhergehen.

Äußere Erscheinung verschiedener Ekzem-Arten

In Bezug auf das Aussehen des Ekzems unterscheidet man unter anderem zwischen dem nummulären Ekzem mit juckenden münzförmigen Hautveränderungen, die meist an Armen oder Beinen auftreten, und dem dyshidrotischen Ekzem. Letzteres zeigt sich als entzündliche Hautveränderungen mit Bläschen und starkem Juckreiz und betrifft meist entweder die Fußsohle oder die Handflächen.

Darüber hinaus lassen sich Ekzeme dahingehend unterscheiden, wo sie auftreten. Neben Handekzemen sind häufig betroffene Stellen das Gesicht, die Kopfhaut, der Intimbereich inklusive After oder Brust sowie die Ellenbogen.

Handekzem

Handekzeme sind entzündliche Hauterkrankungen, die sich durch Symptome wie Rötungen, trockene, rissige Haut, Bläschen und Juckreiz äußern. Sie können akut oder chronisch auftreten, sind meist nicht ansteckend und beeinträchtigen den Alltag der Betroffenen erheblich.

Handekzeme entstehen häufig durch wiederholte Schädigung der Hautbarriere, z.B. durch häufiges Waschen oder den Kontakt mit Reinigungsmitteln. Insbesondere Personen, die in der Medizin, im Friseurhandwerk oder in der Reinigung tätig sind, sind besonders gefährdet. Psychischer Stress kann ebenfalls eine Rolle spielen, insbesondere bei chronischen Ekzemen.

Arten von Handekzemen

  • Dyshidrosiformes Handekzem: Juckende Bläschen, häufig durch Allergene oder Stress ausgelöst. 
  • Atopisches Handekzem: Trockene, empfindliche Haut, oft in Verbindung mit Neurodermitis. 
  • Hyperkeratotisch-rhagadiformes Handekzem: Übermäßige Verhornung und schmerzhafte Risse, häufig chronisch.

Weitere Auslöser für Ekzeme

Auch unabhängig vom äußeren Bild und möglichen Erkrankungen kann die Entstehung von Ekzemen einige Gründe haben oder durch äußere Faktoren verstärkt werden. Dazu gehören z. B.:

  • Schwitzen, bzw. Feuchtigkeit allgemein 
  • Reibung, auch durch Stoffe wie Wolle und Synthetik 
  • psychische Faktoren wie Stress 
  • zu häufiges Waschen, insbesondere mit aggressiven Seifen
  • Austrocknung, z. B. durch kalte Temperaturen, niedrige Luftfeuchtigkeit oder verringerten Fettgehalt der Haut.

Hautekzem behandeln – Basispflege und akute Schübe

Die Behandlung eines Ekzems richtet sich immer nach der jeweiligen Ursache und sollte, besonders bei erstmaligem Auftreten oder im Zusammenhang mit sehr starken Beschwerden, ärztlich abgeklärt werden. Auch chronische Ekzeme sollten regelmäßig dermatologisch begleitet werden. Neben Medikamenten für akute Schübe ist bei Ekzemen vor allem die richtige Pflege entscheidend. Zusätzlich können auch Hausmittel helfen.

Verschiedene Ekzem-Arten behandeln

Gibt es einen äußeren Auslöser, wie es beim allergischen Ekzem der Fall ist, darf dieser nicht erneut mit der Haut in Berührung kommen. Das kann zum Beispiel einen Wechsel des Duschgels oder Weglassen von Parfüm bedeuten, kann aber auch dazu führen, dass Betroffene ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen können, wenn der Allergieauslöser dort auftritt.

Anschließend ist es wichtig, die akute Entzündung zu behandeln. Nicht nur bei allergischen Ekzemen, sondern auch bei akuten Schüben von Neurodermitis oder des dyshidrotischen Ekzems ist die Behandlung mit einer entzündungshemmenden Salbe oder Creme, die beispielsweise Kortison enthält, unerlässlich. Zusätzlich kann der Juckreiz durch antiallergische Tabletten oder Lotionen gemildert werden.

Die Behandlung des seborrhoischen Ekzems bildet eine Ausnahme. Zwar kann auch hier Kortison zum Einsatz kommen, allerdings sind an der Entstehung meist Hefepilze beteiligt, die ebenfalls beseitigt werden müssen. Hier sind Cremes, Salben oder Lotionen mit pilzhemmenden Inhaltsstoffen die Ekzem-Hilfe der Wahl. Diese wirken gleichzeitig entzündungshemmend und dämmen das Ekzem so ein.

Behandlung von Handekzemen

Was hilft bei Handekzem? Bei der Behandlung des Handekzems kommt es schon bei den Basismaßnahmen auf die richtige Pflege der empfindlichen Haut an: Die Hände sollten nicht zu häufig gewaschen werden. Bei der Wahl des Reinigungsmittels sollte ein mildes und pH-hautneutrales Waschgel genutzt werden, welches der Haut wichtige feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe schon beim Waschen zuführt. Nach der Reinigung braucht die Haut eine regenerierende Pflege, die sie langanhaltend mit Feuchtigkeit versorgt.

Wichtig: Bei Verdacht auf ein chronisches Handekzem sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden, um die Ursachen des Ekzems zu ergründen. In einer dermatologischen Praxis können bei Bedarf auch Medikamente oder eine kortisonhaltige Salbe verschrieben werden.

Hausmittel gegen Ekzeme

Unterstützend zur Behandlung mit medizinischen Salben oder Cremes gibt es auch hilfreiche Maßnahmen gegen Ekzeme, die sich ganz einfach zuhause umsetzen lassen. Viele Betroffene erreichen eine Linderung von Schmerzen und Juckreiz, indem sie kühle, feuchte Umschläge auf die entzündeten Hautareale geben oder kühlende Teilbäder nehmen. So können auch Schwellungen zurückgehen.

Achtung: Andere, häufig empfohlene Hausmittel gegen Ekzeme wie Teebaumöl oder Apfelessig können die entzündete Haut reizen und zusätzlich austrocknen. Sie sollten daher nicht angewendet werden.

Ekzeme richtig pflegen

Besonders chronische Ekzeme mit verdickter, rissiger Haut müssen auch außerhalb akuter Schübe immer gut versorgt sein. Mit den richtigen Pflegeprodukten kann der Haut Feuchtigkeit zurückgegeben werden.

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Akut-Hilfe bei Neurodermitis/atopischen Ekzemen

Neurodermitis/atopische Ekzeme sind häufig mit starkem Juckreiz verbunden. Das liegt daran, dass die Lipide in der Hornschicht (der so genannten Hautschutzbarriere) geschädigt sind. Aufgrund dessen entweicht Wasser aus der Haut, und dadurch entstehen Hauttrockenheit und Juckreiz. Der Juckreiz löst einen Drang zum Kratzen aus, was wiederum zu einer weiteren Beschädigung der Haut führt. Hier bewähren sich leichte Cremen, ohne Konservierungsmittel, Duft- und Farbstoffe, die den Juckreiz rasch lindern und zusätzlich auch die Hautschutzbarriere reparieren.

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Häufig gestellte Fragen